Mit der Kraft der Natur

In den österreichischen Nationalparks darf die Natur sein, wie sie ist: unverfälscht und kraftvoll. Hier geht man auf eine spannende Entdeckungsreise.

Die Natur, sie fasziniert die Menschen. Und bevor die Gäste aus Österreich abreisen, schreiben sie gerne noch ein paar Zeilen ins Gästebuch. Das liest sich dann so: „Im ersten Moment glaubt man, dieses Alpenpanorama ist zu perfekt, um wahr zu sein.“ Oder: „Hier gibt es alles, von sanften Hügellandschaften über weite, unberührte Waldgebiete bis zum Hochgebirge mit klaren Bergseen.“

In Österreich gibt es sie wahrlich noch zuhauf: weite, unverfälschte Naturlandschaften. Und die Österreicher tun viel, um diese Natur zu erhalten. Sie haben zahlreiche Reservate eingerichtet, um seltene Tierarten und Lebensräume zu schützen. Und die Nationalparks sind ohnehin naturbelassene Paradiese, die man eindrucksvoll erforschen kann. Mit dem Fahrrad oder zu Fuss, von Almhütte zu Almhütte. Somit wird man geradezu angespornt, diese traumhaften Landschaften zu erhalten. Es gibt aber auch Projekte, bei denen normale Gäste als „Naturschützer“ mitwirken können. Beispielsweise im Zillertal, Ötztal oder im Alpenpark Karwendel. Da werden Jungbäume gepflanzt, Almweiden gesäubert, Hänge aufgeforstet.

Das kann körperlich etwas anstrengend sein. Aber keine Sorge, es fühlt sich nicht an wie Arbeit. Vielmehr inspiriert es, der Natur so nahe zu kommen. Das realisiert man spätestens zu Mittag, wenn man auf der Terrasse des Almhauses sitzt, das grandiose Almpanorama auf sich wirken lässt – und die Hüttenwirtin die Brettljause serviert. Mit Bauernspeck, Ei, Erdäpfeln und Grünzeug aus dem Garten. Dann weiss man auch, warum die Einheimischen so gut gelaunt sind. „Kein Wunder, bei dieser Natur“, hat ein Gast ins Gästebuch geschrieben.

Abenteuerlustig wird es dann mit den ortskundigen Nationalpark-Rangern. Sie zeigen einem die versteckten Plätze, von wo aus man ausgesprochen seltene Tiere wie Steinböcke und Luchse beobachten kann. Und sie verraten einem auch, wie man in den geheimnisvoll anmutenden Gewässern nach Gold sucht. Das sind Naturerlebnisse, die man noch lange nach den Ferien in Erinnerung behält und immer wieder abrufen kann.

Österreichische Nationalparks

Nationalpark Hohe Tauern (T/K/S)

In Österreichs erstem Nationalpark leben mehr als 10.000 Tierarten auf mehr als 1.800 Quadratkilometern. www.hohetauern.at

Nationalpark Gesäuse (STMK)

Steile Berge und ein schluchtartiges Tal, durch das die Enns fliesst, prägen diesen Nationalpark. www.nationalpark.co.at

Nationalpark Kalkalpen (OÖ)

Tief beeindruckend sind hier die in Fels eingegrabenen Klammen, Schluchten, Wasserfälle und Seen. www.kalkalpen.at

Nationalpark Neusiedler See (BGLD)

Der Steppen-Nationalpark beeindruckt mit Wasser, Schilfflächen, Wiesen und Salzlacken. www.nationalpark-neusiedlersee-seewinkel.at

Nationalpark Thayatal (NÖ)

Rund um die Thaya wächst nahezu die Hälfte aller in Österreich heimischen Pflanzen. www.np-thayatal.at

Nationalpark Donau -Auen (NÖ)

Das Gebiet zwischen Wien und Bratislava zählt zu den letzten erhaltenen Flussauenlandschaften Mitteleuropas. www.donauauen.at

Nationalpark Nockberge (K)

Seit mehreren Jahren wird intensiv an einer Umgestaltung in einen „Biosphärenpark Nockberge“ gearbeitet. www.nationalparknockberge.at

Naturparks in Österreich

www.naturparke.at

Alpenpark Karwendel (T)

Er ist das grösste Naturschutzgebiet der Nördlichen Kalkalpen, das sich auf über 900 km2 erstreckt. www.karwendel.org