Silbertal, Montafon Silbertal, Montafon

Präventive Covid-19-Testung bei österreichischen Tourismusmitarbeitern

Österreich ist eines der ersten Länder, das eine regelmässige und flächendeckende präventive Covid-19-Testung seiner Mitarbeiter in Beherbergungsbetrieben umsetzt. Die Vorarlberger Region Montafon gehört zu den fünf Modellregionen. Interview mit Manuel Bitschnau, Geschäftsführer von Montafon Tourismus, zum Start der Testungen am 29.05.2020.

In fünf Regionen Österreichs startet ab heute das Pilotprojekt der flächendeckenden Covid-19-Testungen in der Tourismusbranche. Für Gäste – aus dem In- und Ausland – ist grösstmögliche Sicherheit, in Zeiten des Coronavirus, ein entscheidender Faktor. Unser Ziel ist es, die Risiken der Pandemie in Österreich so weit wie möglich zu reduzieren, um einen sorgenfreien und sicheren Urlaubsaufenthalt zu ermöglichen. Ziel ist es, ab Juli bis zu 65.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter regelmässig testen zu lassen.

Die fünf Modellregionen:

  • Montafon (Vorarlberg)
  • Wilder Kaiser (Tirol)
  • Wachau (Niederösterreich)
  • Spielberg (Steiermark)
  • Wörthersee (Kärnten)

 

Österreich Werbung (ÖW): Das Montafon wird zur Modellregion für flächendeckende Covid-19-Testungen - was bedeutet das konkret?

Manuel Bitschnau (MB): Die Testungen beginnen heute, 29.05.2020, mit der Wiederöffnung der Hotellerie um 11 Uhr. Es sind Durchfahrstationen aufgebaut, wo die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Montafoner Hotels mit dem Auto durchfahren und getestet werden. Dafür haben sie eigene Timeslots bekommen. Ziel ist es alle, diese Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter künftig wöchentlich zu testen. Abgewickelt wird die ganze Testung vom Österreichischen Roten Kreuz.

ÖW: Werden alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Montafoner Hotels getestet?

MB: In der Pilotphase beginnen wir mit ausgewählten Testhotels. Künftig sollen so 80 Prozent aller Hotels systematisch getestet werden. Die Teilnahme an den Testungen ist freiwillig. Aber die Nachfrage und Bereitschaft mitzumachen, ist sehr hoch.

ÖW: Wie schnell liegen die Testergebnisse vor und was passiert bei einer positiven Testung?

MB: Es ist schon in der Pilotphase eine engmaschige, schnelle Testung geplant. Die Ergebnisse liegen innerhalb von 48 Stunden vor. Das Montafon war bisher vom Coronavirus noch kaum betroffen. Sollte im Zuge der Testungen aber ein positives Resultat auftauchen, kann sehr rasch gehandelt werden. Die zuständige Sanitätsdirektion erlässt in der Folge auf den individuellen Fall abgestimmte Massnahmen. Das Ziel ist es, eine Verbreitung des Virus zu verhindern.

ÖW: Welche Vorteile haben Ihre Gäste durch diese Testungen?

MB: Unseren Gästen ist es wichtig zu spüren, dass das Thema ernst genommen und proaktiv angegangen wird. Wir erhalten damit einen sehr guten Überblick über die Region und können so zu einem entspannten und auch sicheren Urlaub beitragen.


ÖW: Wie reagieren die Tourismusbetriebe darauf?

MB: Sehr positiv. Es wollen viele gleich von Beginn an mitmachen. Wir erhalten sogar Anfragen von Vereinen und Privatpersonen, die sich regelmässig testen lassen wollen. Sogar Gäste fragen bei uns an, ob sie sich testen lassen können. Im ersten Schritt konzentrieren wir uns aber auf die Hotellerie und versuchen im nächsten Schritt die Testkapazitäten Schritt für Schritt weiter auszubauen.


Über das Montafon

Ist es der Wunsch nach Ruhe, die Suche nach dem Ursprünglichen oder das Verlangen nach neuen Abenteuern? Die beeindruckende Naturkulisse des Montafon ist Balsam für die Seele und Abenteuerspielplatz zugleich. Aktive Urlauber und Sportler können beim Wandern, (E-)Biken, Bergsteigen und Klettern den Süden Vorarlbergs erkunden. Insgesamt stehen 1.073 Kilometer beschilderte Wanderwege, 266 Kilometer ausgewiesene (E-)Mountainbikerouten und 19 Klettersteige zur Auswahl.

Als nächtigungsstärkste Tourismusregion Vorarlbergs ist das Montafon besonders für Gäste aus Deutschland und der Schweiz besonders relevant.

 

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Bildergalerie / Slideshow

Manuel Bitschnau, Geschäftsführer Montafon Tourismus
Manuel Bitschnau, Geschäftsführer Montafon Tourismus © Montafon Tourimus GmbH, Schruns / Patrick Säly
Alp Nova
Alp Nova © Montafon Tourismus GmbH, Schruns / Andreas Haller Alp Nova
Klettersteig Hochjoch
Klettersteig Hochjoch © Vorarlberg Tourismus/Stefan Kothner/Silvretta Montafon
Sura Kees Herstellung auf Alp Nova
Sura Kees Herstellung auf Alp Nova © Montafon Tourismus GmbH / Stefan Kothner Alp Nova