Luftige Verführung

Außen goldbraun gebacken und mit reichlich Staubzucker bestreut, innen flaumig weiß sind die Salzburger Nockerln, die an die Hausberge der Stadt – Gaisberg, Mönchsberg und Nonnberg – erinnern.

Der Legende nach soll sich Salzburgs Fürsterzbischof Wolfgang Dietrich von Reitenau schon im 16. Jahrhundert von seiner Geliebten Salome Alt mit Salzburger Nockerln verwöhnt haben lassen. Vielen ist die traditionelle Süßspeise auch aus dem schwungvollen Operettenklassiker „Saison in Salzburg“ bekannt, in dem der Komponist Fred Raymonds für die berühmten Nockerln schwärmt: „Süß wie die Liebe und zart wie ein Kuss ...“

Wer keine Gelegenheit hat, die original Nockerln in einem traditionellen Kaffeehaus Salzburgs zu kosten, bereitet sie zuhause ohne großen Aufwand selbst zu: Dazu Eiweiß mit Zucker zu Schnee schlagen und mit Dotter, Vanillezucker und ein wenig Mehl vorsichtig verrühren, sodass die Dotterstreifen in der Masse noch sichtbar sind. Aus der luftigen Masse lassen sich Nockerln ausstechen, die in eine befettete Form gesetzt und im Ofen gebacken werden. Damit die zarte Köstlichkeit auch sicher gelingt, kommt im letzten Drittel der Backzeit etwas heiße Milch mit Vanillezucker seitlich in die Form.

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