Martiniloben im Burgenland

Wenn der Pannonische Herbst ins Land zieht, ist es wieder Zeit für eine besonders schöne Tradition.

Früher gingen die Weinbauern am 11. November – dem Gedenktag des Heiligen Martin, der Schutzpatron des Burgenlandes ist – von Keller zu Keller, um die jungen Weine der eingebrachten Ernte zu verkosten, sie zu beurteilen und zu benennen. War der junge Wein reif, wurde er getauft und offiziell zum Wein erklärt. Weil der Martinstag, der ein Feiertag im Burgenland ist, auch als Martini bezeichnet wird, nennt sich diese Tradition „Martiniloben“.

In der Region Neusiedler See wurde sie über lange Zeit überliefert und in den letzten Jahren hat sich aus diesem alten Winzerbrauch ein wahrer Festreigen entwickelt. Weinbauern aus zahlreichen Weinbaugemeinden öffnen ihre Keller und laden zu Weinsegnung und Verkostung ein. Zusätzlich wird ein abwechslungsreiches kulinarisches und kulturelles Programm mit Kunstaustellungen, Führungen und Exkursionen geboten.

Das Ganze findet auch nicht nur am 11. November statt, sondern bereits ab September, wenn die milden Sonnenstrahlen des Altweibersommers den Neusiedler See noch einmal erwärmen und die Zeit der Ernte anbricht.

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Bildergalerie / Slideshow

© NTG / Dieter Steinbach Burgenland
© NTG / Dieter Steinbach Burgenland
Weinstock
Weinstock © Burgenland Tourismus / Lammerhuber Burgenland
Weintrauben
Weintrauben © Burgenland Tourismus Burgenland