Donauregion Brauerei Hofstetten Donauregion Brauerei Hofstetten
29.03.2021

Persönlichkeiten des Sommers 2021

Sie sind Fachleute und Profis in ihrem Gebiet: ob Waldpädagoge, Chocolatiere, Geigenbauer, Messerschmied, Haubenköchin, Dirigentin oder Umwelttaucher. Österreichs Menschen sind vielfältig wie das Land.

Burgenland

Der Waldpädagoge Johannes Müller
„Bis bald im Wald, denn der ist gesund für Dich“, weiß Johannes Müller aus Bad Sauerbrunn. Gemeinsam mit seiner Frau Claudia hat der Waldpädagoge und Teamtrainer „TerraVie“ gegründet. In Coachings und Kursen zeigt er Interessierten, wie sie ihr Leben mit der Natur in Einklang bringen können. Die Teilnehmer lernen zum Beispiel, sich auf die Natur zu besinnen, sie zu beobachten, von ihr zu lernen und so wieder den eigenen Sinn und das Gleichgewicht im Leben zu finden. Termine finden rund ums Jahr statt, bevorzugt in den Wäldern rund um Bad Sauerbrunn. Manche Kurse bietet Johannes Müller mittlerweile auch online an. terravie.at


Der Natur- und Landschaftsführer Christian Seywerth
Bei Tag und auch bei Nacht weiht Christian Seywerth Entdeckungsfreudige in die Schönheiten Pannoniens ein – das Burgenland liegt nämlich am Rande der pannonischen Tiefebene. Sein Angebot umfasst naturkundliche Spaziergänge und Radtouren in der Neusiedler See-Region. Je nach Interesse der Teilnehmer rückt Christian Seywerth historische oder kunsthistorische Aspekte und Sagen in den Mittelpunkt. Zu bestimmten Terminen verwandelt sich der kundige Guide in einen Nachtwächter und begleitet durch Eisenstadt oder durch die Orte am Neusiedler See. www.seywerth.at 


Die Schilfdachdecker Koos und Arie van Hoorne
Ein Auftrag brachte Arie van Hoorne, der in den Niederlanden das Handwerk des Reetdachdeckens lernte, in den 1980er-Jahren ins Burgenland. Das Klima gefiel ihm gut, und Handwerker, die Schilfdächer fertigen konnten, gab es auch kaum. So entschied er sich, im Burgenland ansässig zu werden. Sein Können war von Beginn an gefragt. Vor wenigen Jahren befand sein Sohn Koos, dass er das Unternehmen seines Vaters weiterführen möchte. Keine selbstverständliche Entscheidung, denn Koos war zuvor ein erfolgreicher Teilchenphysiker. Vater und Sohn von Hoorne fertigen mittlerweile gemeinsam Dächer und Fassaden aus Schilf. Den langlebigen Baustoff schneiden sie rund um den Neusiedler See. Im Winter sogar mithilfe einer umgebauten Pistenraupe. www.schilfdachdecker.at 


Kärnten

Der Turmwächter Horst Ragusch
Wer die 225 Stufen des Turms der Stadtpfarrkirche St. Egid in Klagenfurt erklimmt, begegnet Horst Ragusch. Der Historiker, der ganz in der Nähe des Turms aufwuchs, ist Turmwächter und Kulturvermittler zugleich. Seit August 2017 erfüllt er die Aufgabe, Besuchern die Schönheit des Turmes und seine Geschichte näherzubringen. Das kann er übrigens in fünf Sprachen. Der Wächter engagiert sich auch dafür, den Turm wieder zu einem lebendigen Teil der Stadt zu machen. So ist es ihm zum Beispiel gelungen, dass der Turm nun ganzjährig für Besichtigungen geöffnet ist und nachts von außen angestrahlt wird. Die Turmbesteigung lohnt sich allemal. Der Stadtpfarrturm ist der einzige Turm von Klagenfurt, auf dem man rundherum gehen, sich hinsetzen und verweilen kann. Vom 50 Meter hohen Aussichtspunkt reicht der Blick weit über die Stadt, zum Wörthersee und auf die Berge im Norden und Süden. www.visitklagenfurt.at  

Der Geigenbauer Florian Brandstätter
„Atelier für Streich- und Zupfinstrumentenbau“ nennt sich die Werkstatt von Florian Brandstätter in Klagenfurt. Er ist einer von ganz wenigen Streich- und Saiteninstrumentebauern in Österreich. Musik und vor allem Saiteninstrumente wie die Zither haben es dem jungen Mann seit seiner Kindheit angetan. Nach seiner Ausbildung an einer Hochschule in Deutschland machte er sich selbstständig. Er fertigt Geigen und Gitarren und restauriert alte Instrumente. Dafür braucht er nicht nur handwerkliches Können und ein exzellentes Gehör, sondern auch Geduld. Das Hobeln und das Feilen nehmen viel Zeit in Anspruch. Für den Bau einer Konzertgitarre setzt der Meister rund 240 Stunden an. www.florianbrandstaetter.at 


Niederösterreich

Der Mostviertler „Feldversucher“ Mike Nährer
Michael „Mike“ Nährer ist Koch, dem ein besonderes Händchen im Abschmecken nachgesagt wird. Der Gourmetführer Gault Millau, der sein Gasthaus Nährer in Rassing mit 3 Hauben auszeichnet, lobt außerdem die „besondere Aromatiefe“ und befindet „besser geht es nicht“. Doch Mike Nährer ist nicht nur ein exzellenter Koch. Er ist ein begeisterter Mostviertler und experimentierfreudig. So rief er vor einigen Jahren die kulinarische Reihe „Mostviertler Feldversuche“ ins Leben. Frei nach dem Motto: „Wer sich entwickeln will, muss dafür ein Risiko eingehen.“ Gemeinsam mit Gastronomen und Produzenten aus dem Mostviertel begibt sich Mike Nährer seither auf die Spuren neuer Mostviertler Geschmäcker. Zur Freude der Gäste, die bei den „Mostviertler Feldversuchen“ Außergewöhnliches genießen. „Birne und Palme“ und „Wein und Wahrheit“ sind beispielweise Themen in diesem Jahr. www.feldversuche.at 

Die Weltmeister-Chocolatiere Marieke Wijne-Slot
Im Weinviertel, wo sich naturgemäß vieles um den Wein dreht, hat sich Marieke Wijne-Slot einer ganz anderen Disziplin verschrieben. Vor Jahren zog sie mit ihrer Familie aus den Niederlanden nach Österreich. Was sie im neuen Zuhause am meisten vermisste, war ein kleines Kaffeehaus in dem es, wie in ihrer Heimat, hochwertige Schokolade zu verkosten gibt. Also ergriff sie selbst die Initiative, absolvierte die entsprechende Ausbildung und eröffnete 2011 in Staatz ihr Kaffeehaus mit Schokoladenmanufaktur. Heute werden ihre ZART-Schokoladen und Pralinen nicht nur im Weinviertel geschätzt, sondern auch in Deutschland, Frankreich und Belgien. Die köstlichen Kreationen, in Handarbeit mit besten Zutaten hergestellt, schmecken auch Experten. Bei internationalen Bewerben hat Marieke Wijne-Slot bisher 38 Preise erhalten. Zuletzt bekam ihre weiße Schokolade sogar die Goldmedaille bei den „Academy of Chocolate Awards 2020“. magazin.niederoesterreich.at

Der Emaille-Manufakteur Friedrich Riess
Die pastellfarbigen Töpfe und Pfannen kennt in Österreich so gut wie jeder. Entweder, weil früher die Oma in solchen Töpfen kochte, oder weil man selbst ein Stück aus dem Hause Riess besitzt. Die Geschichte des Unternehmens, das in Ybbsitz im Mostviertel zuhause ist, reicht bis ins 16. Jahrhundert zurück. Seit 1922 fertigt Riess Kochgeschirr aus Emaille und ist damit der einzige Kochgeschirrhersteller in Österreich. Emaille ist Glas, das im Brennofen bei 850 Grad mit Eisen verschmolzen wird. Friedrich Riess führt das Unternehmen gemeinsam mit 2 weiteren Familienmitgliedern bereits in 9. Familiengeneration. Mit großem Augenmerk auf Nachhaltigkeit und auf Innovationen. Die Zusammenarbeit mit internationalen Designern und die beständig hohe Qualität haben in den letzten Jahren dazu beigetragen, dass Emaille-Geschirr eine Renaissance erlebt. magazin.niederoesterreich.at

Der Messerschmied Florian Stockinger
Schon als Kind zeigte sich Florian Stockingers handwerkliches Talent. Als 11-Jähriger kam er erstmals mit dem Schmiedehandwerk in Berührung. Seither hat es ihn nicht mehr losgelassen. Nach seiner Ausbildung gründete er 2015 als damals jüngster Schmiedemeister sein Unternehmen „Lilienstahl“ in Ernstbrunn im Weinviertel. „Wir haben in Österreich keine Messerkultur wie beispielsweise in Deutschland oder Japan. Ich füge in meiner Schmiedewerkstatt daher das Beste aus diesen beiden Welten zusammen“, sagt Florian Stockinger. In vielen, vielen Arbeitsschritten erzeugt er elegante Präzisionsmesser aus Damaszenerstahl. Auch die Holzgriffe fertigt er selbst. Zu seinen Kunden zählen mittlerweile die besten Köche Österreichs und viele Hobbyköche, die die gleichermaßen schönen wie scharfen Messer zu schätzen wissen. magazin.niederoesterreich.at


Oberösterreich

Der Biertüftler Peter Krammer
1998 übernahm Peter Krammer die Brauerei Hofstetten in St. Martin im Mühlkreis von seinem Vater. Das familiengeführte Unternehmen blickt auf eine lange Tradition zurück. Es besteht seit 1229. Schritt für Schritt hat Peter Krammer Innovationen umgesetzt. Das Sudhaus wurde modernisiert und energietechnisch auf den neuesten Stand gebracht. Fürs Brauen verwendet Peter Krammer Zutaten aus der Region, bevorzugt biozertifziert. Gerste baut die Familie zum großen Teil selber an. Wie gerne Herr Krammer Neues ausprobiert, zeigt sich an originellen Bieren wie dem Kürbisbier oder dem Honigbier. Spezialität des Hauses sind jedoch Granitbiere, bei denen das für die Region typische Gestein eine zentrale Rolle spielt. Beim Granitbock sorgen zum Beispiel über offenem Feuer erhitzte Granitblöcke, die in die Würze gegeben werden, für feine Karamellaromen und die charakteristisch dunkle Farbe. www.hofstetten.at 

Der Countertenor Alois Mühlbacher
Im Kirchenchor von Hinterstoder fiel Alois Mühlbacher schon als Kind mit seiner hellen Stimme auf. Die Aufnahmeprüfung bei den St. Florianer Sängerknaben schaffte er bravourös. Bald weckte der junge Sänger Aufmerksamkeit. Der Dirigent Franz Welser-Möst befand, noch nie zuvor eine solche Knabenstimme gehört zu haben. Nach seiner Karriere als Solist bei den St. Florianer Sängerknaben setzte Alois Mühlbacher seinen Weg fort. Die hohe Stimmlage ist ihm erhalten geblieben. Heute konzertiert er als Countertenor auf den Bühnen der Welt. Seine Liebe gilt außerdem dem Liedgesang. www.aloismuehlbacher.at 

Die Kochkünstlerin Viktoria Stranzinger
„Ehrlich, nachhaltig, authentisch und kulinarisch verrückt“, so beschreibt sich Viktoria Stranzinger auf ihrer Website. Ihr Berufsweg führte die junge wilde Köchin um die Welt und auch ins Fernsehen. Bekannt wurde sie als Siegerin bei der TV-Sendung „Kochgiganten“. Vor wenigen Jahren gründete sie mit dem „cook up kitchen“ ihre eigene Kochschule. Von Geinberg übersiedelt das Unternehmen 2021 ins Seyringer Gut in Aurolzmünster im Innviertel. Kochfreudige können aus einem umfangreichen Kursprogramm wählen, von brasilianischer Küche bis zum Brotbackkurs spannt sich der Bogen. Lernen kann man auch, wie sich regionale Produkte kreativ verwenden lassen. Immer wieder spielt in der Küche von Viktoria Stranzinger Innviertler Bier eine Rolle, beim veganen Bier-Curry ebenso wie als Getränkebegleitung. www.cookupkitchen.at 

Die Haubenköchin Andrea Lunson
Andrea Lunson, geborene Keplinger, wuchs im elterlichen Hotel und Restaurant Keplingerwirt in St. Johann am Wimberg auf. Dort stand ihre Mutter am Herd, geübt darin, Bodenständiges mit Neuem zu verbinden. Im Jahr 1994 erkochte sie erstmals eine Gault-Millau-Haube. Tochter Andreas Liebe zum Kochen zeigte sich schon früh. Nach ihrer Ausbildung und Stationen bei renommierten Köchen wie zum Beispiel den Brüdern Obauer in Werfenweng zog es sie zurück an den heimischen Herd. Gemeinsam mit ihrem Mann, ihrem Bruder und ihrer Schwester führt sie den elterlichen Betrieb. Inzwischen ist die regional geprägte, kreative Küche von Andrea Lunson mit drei Gault-Millau-Hauben ausgezeichnet. www.keplingerwirt.at 


Salzburg

Die Bike-Expertin Sabine Enzinger
„Ich brauche den Speed, das Adrenalin. Und ich will draußen unterwegs sein. So oft und viel es geht“, sagt Sabine Enzinger. Die Saalfeldnerin begeistert sich seit ihrer Kindheit für schnelle Sportarten. Eine Zeit lang war sie als Snowboardcross-Rennfahrerin aktiv. Das Biken entdeckte sie schon früh als Sommeralternative. So kam es, dass sie 2008 in Leogang die Bikeschule Elements Outdoor Sports gründete. Im Sommer bietet die Schule Bikekurse für Anfänger und Könner an, darüber hinaus Lehrgänge für angehende Bike-Park-Lehrer. Im Winter wird die Bikeschule zur Skischule, spezialisiert auf Freeride- und Backcountry-Kurse. Doch Biken und Skifahren bzw. Snowboarden sind nicht die einzigen Disziplinen, die Sabine Enzinger beherrscht. Sie ist außerdem staatlich geprüfter Rafting Guide, Hochseilgarten-Trainerin und Bergwanderführerin. www.elements-outdoorsports.at 

Der Baumflüsterer Walter Mooslechner
Bäume zu umarmen hält Walter Mooslechner für eine gute Idee: „Ich kann nur allen raten, wieder mehr ins Spüren zu kommen. Bäume zu berühren tut uns allen gut. Es ist, als berühre man einen nahen Verwandten, der es gut mit einem meint“, sagt der pensionierte Förster. Bis heute ist der nunmehr 76-Jährige täglich im Wald unterwegs. Zum Schauen, Spüren, zum Frischlufttanken und auch zum Fotografieren. Was er über den Wald und das Holz alles weiß, gibt er an Interessierte in Büchern weiter. Gut zehn Bücher hat Walter Mooslechner bisher geschrieben. Sie tragen Titel wie „G’sund und Guat“, „Winterholz“ und „Von Gamsbärten, Kasermandln und Baumheiligtümern“. recherche.salzburgerland.com

Die Almschwestern Karolin und Monika Schranz
Wie gestaltet sich ein Leben ohne elektrischen Strom? Noch dazu weit oben am Berg, in 1.762 Meter Höhe? Mit einem Leben wie damals kommen Karolin und Monika Schranz bestens zurecht. Sie bewirtschaften im Sommer die Mitterastenalm, die oberhalb von Rauris steht. Die Hütte befindet sich seit 1725 im Besitz der Karlingbauern, der Familie von Karolin und Monika. Die Almbewirtschaftung haben die beiden von ihrer Großtante übernommen. Sommer für Sommer kochen sie am Holzofen, kühlen Lebensmittel mit frischem Quellwasser und im Erdkeller, unterhalten ihre Gäste mit Musik und Gesang. Ist der Sommer vorbei, ziehen Karolin und Monika Schranz wieder ins Tal, um ihren Hauptberufen nachzugehen. Vielleicht auch, um das Leben mit Strom wieder zu genießen. recherche.salzburgerland.com

Die Schafwolle-Experten Familie Enzinger
Schicke Filzhüte, warme Filzpatschen, Filzkissen aller Art, Westen, Pullover und Handschuhe: Handgefertigte Produkte wie diese stellen Hildegard Enzinger und ihre Töchter Adelheid Kaiser und Sylvia Enn seit vielen Jahren her. Ausschließlich aus Wolle von Schafen, die im Nationalpark Hohe Tauern leben. Erhältlich sind die schönen Stücke in ihrem Wollstadel in Bramberg am Wildkogel, Einiges kann man auch im Onlineshop erwerben. Außerdem können Interessierte Filzkurse belegen. In rund drei Stunden erfahren die Teilnehmer, wie sie das robuste Material aus Wasser, Seife und Schafwolle herstellen können. www.wollstadel.at 

Der Sägensammler Fritz Sendlhofer
Fritz Sendlhofer, zu Hause in Zell am See, pflegt eine Reihe von ungewöhnlichen Leidenschaften. Eine ist das Sammeln von Sägen. Über 2.500 Stück aus aller Welt hat er bereits gesammelt. Wer sie sehen will, besucht sein Sägenmuseum in Zell am See und erfährt dort auch Wissenswertes über die viertausend Jahre alte Geschichte von Sägen. Herr Sendlhofer braut außerdem Bier und sammelt Steinkrüge. Viel Zeit investiert er in die Pflege seines prachtvollen Bartes. In dieser Disziplin gibt es sogar Meisterschaften: Bei der Bart-Olympiade 2005, die in Leogang Saalfelden stattfand, stand er in der Kategorie „Garibaldi“ ganz oben auf dem Siegerpodest. recherche.salzburgerland.com

Die Dirigentin Elisabeth Fuchs
Hier gibt Elisabeth Fuchs den Takt an: Bei der Philharmonie Salzburg, die sie 1998 gegründet hat und in der sie seither als Chefdirigentin im Einsatz ist. Ebenso bei namhaften Orchestern wie den Stuttgarter Philharmonikern, dem Zagreb Philharmonic Orchestra und dem Brussels Philharmonic Orchestra, mit denen sie immer wieder arbeitet. Die Eltern von Elisabeth Fuchs führten einen Gasthof, in dem auch musiziert wurde. Schon als kleines Kind begeisterte sie sich dafür, zu tanzen und Instrumente zu spielen. Später studierte sie in Salzburg und Köln Orchesterdirigieren, Oboe, Schulmusik und Mathematik. In der Zusammenarbeit mit Orchestern liebt es Elisabeth Fuchs, musikalische Grenzen zu sprengen. Ein großes Anliegen ist ihr die partizipative Musikvermittlung, was unter anderem zu Chorprojekten mit über 300 Mitwirkenden sowie zur intensiven Arbeit mit Kindern und Jugendlichen führt. www.elisabethfuchs.com 

Die Latschenkiefer-Meisterin Katharina Warter
Katharina Warter stammt aus einer vielseitigen Familie: Vater Bernhard betreibt eine weitum bekannte Brennerei. Schwester Theresa wirkt in der Brennerei mit und hat sich aufs Brennen von Whiskys und Gin spezialisiert. Katharina wiederum haben es die Latschenkiefer angetan, die rund um Radstadt reichlich wachsen. Aus Latschenkieferöl, Bienenwachs, Olivenöl, Fichten- und Lärchenpech fertigt sie Pechsalbe, eine altbewährte Wundheilsalbe. Außerdem produziert sie ätherisches Latschenkieferöl, dessen Duftstoffe ein Elixier für die Atemwege sind. Das weiß Katharina Warter selbst am besten: Als Kind hatte sie Asthma und schlief deshalb besonders gerne oberhalb der hauseigenen Latschenkiefer-Brennerei. Der Duft verschaffte ihr Wohlbefinden. Heute ist sie vom Asthma geheilt und möchte auch anderen Menschen die wohltuende und gesundheitsfördernde Wirkung ihrer Produkte näherbringen. www.mandlberggut.com 

Der Überlebenstrainer Alfred Silbergasser
Menschen die Natur näher zu bringen ist die Lieblingsaufgabe von Alfred Silbergasser. Der Wildnispädagoge ist auch darin erfahren, Menschen zu zeigen, wie sie die Natur angstfrei genießen und die Verbindung zu ihr vertiefen können. Bei Survival-Trainings schulen die Teilnehmer ihre Fähigkeit, in der Natur zurechtzukommen und in Ausnahmesituationen einen „kühlen Kopf“ zu bewahren. Sie lernen beispielsweise, ohne Streichholz und Feuerzeug ein Feuer zu entfachen, eine Schutzbehausung zu bauen und essbare Pflanzen zu finden. Außerdem bietet Alfred Silbergasser in seiner Heimat, dem Gasteinertal, Naturmeditationen unter freiem Himmel an und weiht Interessierte ins Wyda ein, eine Bewegungslehre der Druiden. www.naturmensch.at 


Tirol

Toni Innauer und „Die 12 Tiroler“
Einst waren die „5 Tibeter“ bei allen angesagt, die mehr für ihre Beweglichkeit tun wollten. Nun bringt Toni Innauer, Olympiasieger im Skispringen und langjähriger Sportdirektor des Österreichischen Skiverbandes, die „12 Tiroler“ in Form eines neuen Buches ins Spiel. Zu den Übungen, die Toni Innauer vorschlägt, haben ihn zwölf Tiere aus dem Alpenraum inspiriert. Zum Beispiel die Bachforelle mit ihrem eleganten Flossenschlag, der Dachs mit der Elastizität und Stärke seines Rumpfes sowie der Gamsbock mit seiner Fähigkeit, den Rücken energisch zu aktivieren. www.toni-innauer.at 

Die Almleuchten-Bauer Felix Fehr und Harald Hofer
Aus dem Holz alter Almhütten fertigen Felix Fehr und Harald Hofer Lampen. Doch die Lampen schauen gar nicht nach Almhütte aus, vielmehr sind es moderne, originelle, höchst nachhaltige Unikate, die alte Holzbalken wieder zum Leuchten bringen. Weil das Licht durchs dünn gesägte Holz scheint und weil Materialien wie Plexiglas und Stahl interessante Kontraste bewirken. Kennengelernt haben sich die beiden Lampendesigner bei einem Start-up-Workshop. Dort sollten die Teilnehmer gemeinschaftlich eine Geschäftsidee entwickeln. Dieser Impuls brachte Harald Hofer und Felix Fehr, beide Tischler – Felix Fehr darüber hinaus Architekt, auf die „Almleuchten“-Idee. Heute umfasst ihr Sortiment 18 Modelle. Sie alle erzeugen ein warmes Licht, erzählen Geschichten und machen die Unregelmäßigkeit des Holzes auf charmante Weise sichtbar. www.blog.tirol 

Der Umwelttaucher Dietmar Renn
Nicht nur Kläranlagen halten Seen rein. Es sind auch Menschen wie Dietmar Renn, die dazu beitragen, dass Seen ihr klares Wasser und die hohe Wasserqualität behalten. Als Mitglied des „Vereins der Österreichischen Umwelt- und Abfalltaucher“ macht sich Dietmar Renn regelmäßig auf die Suche nach Müll. Meistens in seinem Heimatsee, dem Achensee. Dort muss er zumeist nicht weit mit dem Boot ausfahren oder tauchen, bis er fündig wird. Autoreifen, alte Teppiche, Plastikstühle, Überreste vom Grillabend, sogar eine Wasserpfeife hat er schon aus dem See entsorgt. Wenn sich Einheimische und Gäste bei Dietmar Renn für die wertvolle Arbeit bedanken, freut er sich. Noch mehr würde es ihn freilich freuen, wenn sich im Achensee weniger absichtlich entsorgter Müll findet. www.blog.tirol


Vorarlberg

Die Kunst- und Kulturkennerin Maria Simma
Nach dem Studium der Anglistik und Germanistik arbeitete Maria Simma bei Kulturinstitutionen in Berlin, New York und Wien. Nachdem sie wieder in ihre Heimat Vorarlberg gezogen war, bekam sie 2018 eine ehrenamtliche Aufgabe übertragen. Seither ist sie Präsidentin der Berufsvereinigung Bildender Künstlerinnen und Künstler Vorarlbergs. Einer der Lieblingsorte der Kennerin der Vorarlberger Kulturszene ist das Frauenmuseum in Hittisau, weil es ein Unikum ist. Das erste und einzige Frauenmuseum Österreichs feiert in diesem Jahr sein 20-jähriges Bestehen. Es sieht seine Aufgabe vor allem darin, das Kulturschaffen von Frauen und Frauengeschichte(n) sichtbar zu machen und zu dokumentieren. Die aktuelle Ausstellung, die bis Oktober 2021 läuft, widmet sich der Geburtskultur. Es versteht sich, dass im Frauenmuseum durchwegs Frauen als Kulturvermittlerinnen im Einsatz sind. www.vorarlberg.travel 


Wien

Austria Guides For Future
Die Stadtwildnis in Simmering erkunden? Das weltweit zweithöchste Holzhochhaus in der Seestadt Aspern besuchen? Grüne Fassaden und „coole“ Oasen inmitten urbaner Hitzeinseln entdecken? Wien-Besucher, die an der Verbindung von Kultur, Umwelt und Klimaschutz interessiert sind, können sich neuerdings begleitet von den Austria Guides For Future® auf den Weg machen. Die ausgebildeten Austria Guides, die sich intensiv mit Themen rund um Klima- und Umweltschutz befassen, führen auf die Spuren von allem, was Wien grüner macht. Zu Fuß, mit dem Rad oder mit öffentlichen Verkehrsmitteln. austriaguidesforfuture.at